Tied in the Hand - Buch von Sven-Olov Hård

Art.Nr.: buch07

Hersteller: Coch-y-Bonddu Books

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Produktbeschreibung


Tied in the Hand - Odyssey of a salmon fly-tyer

Schon als Kind war Sven-Olov Hård von der Lachsfischerei und deren Fliegen angezogen, die entsprechenden Kataloge kannte er auswendig. Er erzählt, dass er von den Fliegen geträumt hat und von ihnen besessen war. Für ihn wurde ihre Magie zu einem Lebensthema. Er ist Schwede, 56 Jahre alt und seit über 40 Jahren begeisterter Fliegenfischer und Fliegenbinder. Als er Kind war, sah man das Fliegenbinden in Schweden als etwas an, das zur britischen Aristokratie oder der Oberschicht gehörte.

Sven-Olov Hård führt uns durch die Geschichte der viktorianischen Lachsfliegen,  wie und womit man sie herstellt, anhand seiner eigenen Vergangenheit. Vor etwa dreißig Jahren entschloss er sich, das Binden von Lachsfliegen so zu lernen, wie es die alten Champion Fliegenbinder in England und Schottland praktiziert haben, nämlich in der Hand ohne Bindestock. Dafür musste er den Bindeprozess gänzlich neu lernen und dazu kaufte er sich alte Fliegen, die zu der Zeit in England in Secondhandläden billig zu haben waren, und zerlegte sie in ihre Einzelteile. Aberhunderte guter Lachsfliegen hat er dabei ruiniert.

Heute ist Sven-Olov Hård von den Vorteilen, die Lachsfliegen in der Hand zu binden, überzeugt: die Materialien sind besser zu fühlen, die Fliegen können aus jeder Position einfach betrachtet werden und er kann sie bei Bedarf direkt am Flussufer binden.

In seinem Buch „Tied in the Hand“ erklärt er alle wichtigen Methoden, um in der Hand zu binden. Ein wichtiger Lehrmeister war für ihn Jimmy Robinson, mit dem er 1980 in Kontakt kam, als er der letzte aktive Fliegenbinder beim House of Hardy war. Fünf Jahre dauerte für jeden Fliegenbinder die Lehre bei Hardy und noch zwei weitere, bevor er ein volles Gehalt bekam.

Sven-Olov erklärt den Charakter und Aufbau dieser Fliegen. Er beruft sich bei der Klassifizierung der Lachsfliegen auf George Mortimer Kelson, der sie anhand der Flügel als entscheidendem Kriterium in diese Gruppen aufteilte: Plain Dressed Wings, Full Feather Wings, Mixed Wings, Built Wings, Dee Flies, Spey Flies, Topping Wings, Herl Wings und Grubs.

In „Tied in the Hand“ erklärt er die wichtigsten Werkzeuge, Materialien und vor allem die benötigten Federn. Bevor er zum Binden kommt, zitiert er Kelson „the perfect salmon fly will never be tied“. Er empfiehlt, sich eine alte, gut gebunden Fliege zu beschaffen und vor allem viel Geduld zu haben und nicht größer als mit Haken 5/0 zu binden.

Ich bin erstaunt, als nach nur drei Textseiten die Beschreibung des „Tied in the Hand“ bereits beendet ist. Aber dann kommt das praktische Beispiel, der Blue Doctor und hier füllt er ganze neun Seiten, bis auch das Binden des Kopfes genau erklärt ist.

Das nächste Kapitel beschreibt Schottland aus Fliegenfischerperspektive, wo vor etwa zweihundert Jahren alles begann, die Ghillies, die Flüsse Spey, Dee, Tay und Tweed und die Tradition des Lachsangelns.

Nur jede zweite Seite enthält Text, fast alle anderen großformatige Farbfotografien seiner klassischen Lachsfliegen – insgesamt 144 - und einige Aquarelle seines Freundes. Nett wäre es gewesen, immer einen Seitenverweis auf die Fliege zu erhalten, die er gerade bespricht. So fängt man an zu blättern, um das Muster zu finden. Aber das ist nur ein marginaler Nachteil.

Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir: man muss nicht Lachsfliegenbinder sein, um „Tied in the Hand“ haben zu wollen.


Autor: Sven-Olov Hård  •  2012  •  200 Seiten  •  144 Farbfotos seiner Fliegen  •  zahlreiche Aquarelle  •  Maße: 27 x 25 cm  •  Leineneinband mit Fadenheftung  • in englischer Sprache  •  Coch-y-Bonddu Books


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